Marktbeherrschung / Missbrauch

Artikel 102 AEUV verbietet den Missbrauch einer marktbeherrschenden Position innerhalb des Gemeinsamen Marktes oder in bedeutenden Teilen desselben, soweit der Handel zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten beeinträchtigt wird. Die Interpretation von Artikel 102 AEUV folgt der Europäischen Denkschule ("competition on the merits").

Zur Bestimmung von Marktbeherrschung selbts ist der Grad der Konzentration in einem Markt eines der wichtigsten strukturellen Elemente. Die Analyse der Marktstruktur wird zu einem Schlüsselindikator für tatsächliche oder potentielle Marktbeherrschung. Ebenso ist die Marktabgrenzung ein entscheidendes Kriterium in jedem dieser Verfahren.

Kampfpreise erfüllen beispielsweise den Missbrauchstatbestand. Dies wird dann angenommen, wenn ein Unternehmen mit einer marktbeherrschenden Stellung am Markt Preise setzt, die in erster Linie das Ziel verfolgen, einen Wettbewerber vom Markt zu verdrängen oder zu schwächen. Üblicherweise beinhaltet dieses Vorgehen selektive Preiskürzungen, unprofitable Preise und eine Preispolitik, die auf einen ganz bestimmten Konkurrenten ausgerichtet ist.

EE&MC hat das erforderliche Know-how und die entsprechende Erfahrung, um qualifiziert zu beraten:
 

  • Nach Abgrenzung und Analyse des relevanten Marktes wird untersucht, ob von einer Marktbeherrschung auszugehen ist oder nicht.
  • In der daran anschließenden Prüfung eines möglichen Missbrauchs werden anspruchsvolle Testverfahren angewendet.