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Schadensabwälzung

Fallweise kann der Einwand einer Kartellschadensabwälzung auf die folgende Marktstufe angebracht sein. Eine solche mögliche Schadensabwälzung kann die Höhe der Forderung eines Klägers reduzieren. Ob der Einwand der Schadensabwälzung erlaubt ist, hängt von den rechtlichen Voraussetzungen ab. Diese sind in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten unterschiedlich. 

Direktkunden eines Kartellmitgliedes können beispielweise einen überhöhten Kartellpreis ausgleichen, indem sie diesen durch Erhöhung des ihres Preises auf ihre eigenen Kunden übertragen bzw. abwälzen (indirekte Kunden). Der Kartellant könnte daher - wenn rechtlich möglich - die Schadenskompensierung durch den direkten Kunden um den Betrag reduzieren, den dieser auf die indirekten Kunden übertragen hat. 

EE&MC wendet ökonometrische Modellierungen basierend auf ökonomischen Theorien an, um die Faktoren zu schätzen, die die Wahrscheinlichkeit einer Schadensabwälzung bestimmen. In unserer Analyse wird sowohl die Schadensabwälzung als auch der Output Effekt berücksichtigt.