Proportionally-Calibrated Almost Ideal Demand System (PCAIDS)

Das Proportionally-Calibrated Almost Ideal Demand System (PCAIDS) versteht sich als eine Erweiterung des AIDS-Modells. Dem PCAIDS-Modell liegt die „Proportionalitätsthese“ zugrunde: ein Preisanstieg eines einzelnen Produktes führt zu einer Nachfrageverlagerung hin zu anderen Produkten. Diese Verlagerung erfolgt proportional zu deren Marktanteilen.

Besonderer Vorteil des PCAIDS-Modells ist es, dass es mit einer geringen Anzahl an Parametern gerechnet werden kann. Tatsächlich ist das Modell, neben der Berechnung von Marktanteilen, schon anhand zweier Parameter spezifiziert: neben der Preiselastizität der Nachfrage im gesamten Markt sind die Eigenpreiselastizitäten der jeweiligen Produkte erforderlich. Daraus lassen sich die Eigenpreis- und Kreuzpreiselastizitäten aller Produkte  des betrachteten Marktes ableiten.

Ähnlich wie bei Logit-Modellen kann das PCAIDS durch Einschließung einer Neststruktur erweitert werden: die Proportionalitätsthese wird zwischen den Produktgruppen gelockert. 

Die Vorteile dieses Modells liegen in seiner einfachen Handhabung und der geringen Anzahl an benötigten Parametern.