The Role of Economic Analysis in EU Competition Law: The European School

The Role of Economic Analysis ...

Professor Dr. Dr. Doris Hildebrand

The Role of Economic Analysis in EU Competition Law , in der überarbeiteten 4. Auflage, befasst sich umfassend mit der Entwicklung der Europäischen Denkschule im Kartellrecht. Bereits zwei Jahrzehnte nach dem der "more economic based approach" Einzug im EU-Kartellrecht fand, hat sich daraus die Europäische Denkschule entwickelt. Seit der ersten Auflage dieser zeitlosen Arbeit hat Prof. Doris Hildebrand diesen Ansatz untersucht und wichtige europäische Eckpfeiler innerhalb des Konzeptes der sozialen Marktwirtschaft geschaffen. Dazu zählen nicht nur die Vertragsfreiheit und soziale Fairness, sondern auch bspw. der Gleichheitsgrundsatz. In dieser Ausgabe vermittelt die Autorin die grundlegenden Schritte zur Formulierung der rechtlichen Grundsätze der Wettbewerbsökonomie, die in Einklang mit Artikel 101 (1), Artikel 101 (3), Artikel 102 AEUV, der Fusionskontrolle und staatlicher Beihilfe stehen. Wie bereits in den vorangegangenen Ausgaben handelt es sich um eine interdisziplinäre Arbeit, die es schafft Recht und Ökonomie in einer Weise zu integrieren, die es selbst fachfremden Personen erlaubt die Wettbewerbsökonomie und die Europäische Denkschule zu verstehen. Das Buch bietet eine tiefgehende Beschreibung der Theorien der „Europäischen Schule“ und ihrer Anwendungen, insbesondere in Bezug auf vertikale und horizontale Vereinbarungen und kollektive Marktbeherrschung. Zusätzlich beinhaltet das Werk einen soliden Leitfaden für die Definition des relevanten Marktes mit einer detaillierten Beschreibung der Methodik des Hypothetischen Monopolistentests.

Im Rahmen dieses Buches werden grundlegende Elemente erörtert, wie beispielsweise:

  • Die Anwendung des Wettbewerbstests unter Artikel 101 AEUV, wie er von den Gemeinschaftsgerichten entwickelt wurde
  • Die von Unternehmen durchzuführende ökonomische Analyse, um sich für eine Befreiung vom Kartellverbot zu qualifizieren
  • Die Testverfahren, die ermitteln, ob ein bestimmtes Verhalten einen Missbrauch nach Artikel 102 AEUV darstellt
  • Verschiedene Methoden, um Märkte abzugrenzen
  • Funktionsfähiger Wettbewerb vs. wirksamer Wettbewerb, Systemveränderungen
  • Nachweispflicht bei der Marktabgrenzung, staatliche Beihilfe
  • Empirische Techniken, die im Rahmen von Zusammenschlüssen Anwendung finden

Alle Fälle die maßgeblich zu der Entwicklung der europäischen Wettbewerbsökonomie beigetragen haben, werden im Detail analysiert und diskutiert. Das erste Kapitel behandelt den Rahmen, in welchem die EU-Wettbewerbspolitik grundlegend in der EU verankert ist. Vielmehr wird herausgearbeitet, dass die Ziele der sozialen Marktwirtschaft, festgehalten im Vertrag von Lissabon, aus ökonomischer Sicht ein geeigneter Maßstab zur gesetzlichen Beurteilung des Wettbewerbs in der EU darstellt. Dabei ist es notwendig, dass die ganzheitliche Betrachtung den Nutzen der EU-Bürger und nicht nur Preiselemente einbezieht.

Die neueste Ausgabe wurde freudig erwartet und weithin begrüßt. Das Buch hilft bei der Anwendung des "more economic based approach", in dem das relevante Präzedenzrecht zitiert wird. Wettbewerbsjuristen, Wettbewerbsbehörden und Gerichte schätzen die klaren und verständlichen Ausführungen dieses Buches im Hinblick auf die entsprechende Wettbewerbstheorie in Europa, auf Leitfäden zur Anwendung ökonomischer Analysen und praktische Einblicke zum Umgang in realen Prozessen.