EE&MC-Ernennung als Experten für die Europäischen Kommission im belgischen Aufzugskartell

Im Rahmen des Aufzugskartells verklagt die Europäische Kommission die vier großen Hersteller Kone, Otis, Schindler und Thyssen Krupp auf Schadensersatz. Grundlage des Verfahrens bildet die Feststellung, dass die Hersteller im Zeitraum von 1996 bis Januar 2004 wettbewerbswidrige Vereinbarungen im Hinblick auf Rolltreppen und Aufzüge getroffen haben.

 

Das Verfahren befindet sich derzeit in zweiter Instanz. Die Kommission führte eine Ausschreibung hinsichtlich der ökonomischen Unterstützung der anwaltlichen Vertreter durch. Basierend auf den umfangreichen und fundierten Kenntnissen im Bereich der Quantifizierung von Kartellschäden hat die Kommission sowohl Professor Doris Hildebrand als auch Dr. Pascal Hildebrand als designierte Experten der Kommission ausgewählt. Die beiden Experten haben ihre Tätigkeit im Mai 2019 aufgenommen.

 

Im Aufzugskartell ist EE&MC bereits seit 2008 aktiv. Die ersten Schadensschätzungen nahm EE&MC in Österreich vor. Zu den österreichischen Kunden zählen neben der Generalprokuratur Österreich auch die Stadt Wien sowie weitere Kommunen, Krankhäuser und die Österreichische Bundesbahnen ÖBB. Die durch das österreichische Aufzugskartell entstandenen Schäden werden durch einen Gerichtssachverständigen überprüft und quantifiziert. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

 

In Belgien hat EE&MC im Aufzugskartell eine Schadensschätzung für die Bahngesellschaften NMBS und Infrabel vorgenommen. Dieses belgische Verfahren dauert ebenfalls noch an.