• Deutsch
  • English
  • Nederlands

Regressionsdiskontinuitätsanalyse

Mit dieser Methode können Variablen erfasst werden, die einen nicht stetigen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit haben von politischer Regulierung betroffen zu sein. Im Zusammenhang mit Vorhaben der staatlichen Beihilfe können verschiedene Diskontinuitäten von Nutzen sein. Einmal sind dies die geographischen Grenzen: Die Wahl der Vorhaben sind an Verwaltungsgrenzen gebunden, wie Orte/Gemeinden, NUTS Regionen usw. Eine zweite Diskontinuität ergibt sich aus den Bedingungen, die einer Firma auferlegt werden, um von einem Vorhaben profitieren zu können. Insbesondere sind dies Alter und Größe einer Firma.

Beispielhaft betrachten wir eine Situation, in welcher einige Firmen formal von der Beihilfe ausgeschlossen sind, auch wenn sie den Nutznießern sehr ähnlich sind. Dies läßt sich gut anhand eines Punktesystems verdeutlichen. Eine Firma, die mindestens 70 von 100 möglichen Punkten erlangt, erhält die Hilfe; andere, die darunter liegen, dagegen nicht. Eine Firma also, die 69 Punkte erreicht, hat nur einen marginalen Unterschied zu einer Firma, die 71 Punkte erreicht. Dieser kleine Unterschied führt jedoch zu weitreichenden Konsequenzen, da die eine Firma Beihilfe erhält und die andere nicht. Ein Vergleich dieser beiden Firmen gibt somit Aufschluss über die ursächliche Wirkung der Beihilfe. Formal bedeutet dies, dass für den Regressions-Diskontinuitäts-Ansatz, die Wahrscheinlichkeit Hilfe zu erhalten unstetig sein muß, während alle anderen Variablen stetig sind.