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Schadensberechnung

Ein wichtiger Bestandteil einer Schadensberechnung bei Zuwiderhandlungen gegen EU Kartellrecht ist die Ermittlung der hypothetischen "but for" Wettbewerbspreise. Diese Simulationen und Schätzungen von Marktbedingungen ohne Zuwiderhandlung werden von erfahrenen EE&MC-Spezialisten durchgeführt.

EE&MC schätzt regelmäßig Kartellschäden mit Hilfe von statistischen und ökonometrischen Techniken, die bei den nationalen Gerichten anerkannt sind. EE&MC hat zahlreiche Erfahrungen, die folgenden Techniken in der Berechnung von Kartellschäden anzuwenden: multiple Regressionsanalysen, Paneldatenanalysen, Kointegrations-Analysen oder die Differenz-in-Differenzen Analyse. Die EE&MC-Methoden reichen von einfachen Vergleichen historischer Zeitreihen bis hin zu technisch sehr anspruchsvollen ökonometrischen Modellierungen und Marktsimulationen.

  • Eine der einfachsten Methoden ist die "vorher-nachher" Methode. Hier wird die Differenz zwischen Kartell- und hypothetischem Wettbewerbspreis vor oder nach dem Kartell zur Schadensberechnung benutzt. Allerdings erfordert diese Methode, dass die Marktbedingungen unverändert bleiben.
  • Eine „reduced-form“ multivariate Regression ist eine andere sehr effektive Methode. Dieser Ansatz erweitert die einfachen Ansätze der Schadensberechnung durch Berücksichtigung von Änderungen der Nachfrage- und Angebotsbedingungen im Markt. Dieser Ansatz ermöglicht die genaue Vorhersage der hypothetischen Wettbewerbspreise mit Hilfe von signifikanten erklärenden Variablen und der Kontrolle von exogenen Schocks im Markt.
  • Der „Yardstick“ Ansatz ist eine alternative Schadensberechnungsmethode, falls ein anderes Produkt bzw. ein anderer Markt eine verlässliche Bezugsgröße für den Preis des Kartellprodukts darstellt. Diese anderen Produkte bzw. Märkte müssen sich ähnlich dem kartellierten Produkt bzw. Markt verhalten, wenn kein Kartell vorliegt.  
  • Der anspruchsvollste Weg einer Schadensberechnung ist der Aufbau eines Strukturmodells und die Simulation der Differenz zwischen dem hypothetischen Wettbewerbs- und dem Kartellpreis. Ein solches Simulationsmodell erfordert die Spezifizierung der jeweiligen Angebots- und Nachfragestrukturen. EE&MC-Analysten legen Annahmen über die Art des Wettbewerbs modelltheoretisch fest und kalibrieren dieses Modell mit Daten. 

Die entsprechenden Methoden wählt der EE&MC-Analyst abhängig von den erhältlichen Daten, geeigneten Annahmen und der Schlussfolgerung, die aus dem Ergebnis abgeleitet werden kann. Sobald der hypothetische Wettbewerbspreis vorliegt, ist die Schadensberechnung überschaubar.