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Kartellschäden

Seit der Modernisierung des EU-Kartellrechts werden nach dem Vorbild der Europäischen Schule verstärkt ökonomische Analysen zur Berechnung von Kartellschäden eingesetzt.

Die Ausgestaltung der ökonomischen Analysen ist davon abhängig, ob ein kartellfreier Vergleichsmarkt vorliegt oder nicht. Für die Ermittlung des Kartellschadens ist das zuwiderhandlungsfreie bzw. kontrafaktische Szenario bei der Anwendung der Differenzmethode von zentraler Bedeutung. Hierzu wird i. d. R. ein zeitlicher, räumlicher oder sachlicher Vergleichsmarkt herangezogen, um festzustellen, welches Marktergebnis sich ohne die Zuwiderhandlung ergeben hätte. Fehlt ein solcher Vergleichsmarkt, kann ergänzend mittels eines empirisch fundierten industrieökonomischen Modells ein derartiger Markt simuliert werden.

Die EU Kommission hat Leitlinien zur Quantifizierung des Schadens in Schadenersatzklagen wegen Verletzung des Artikels 101 oder 102 AEUV entwickelt, deren Vorgaben EE&MC anwendet. Unsere Erfahrungen und Kompetenzen in der Quantifizierung von Kartellschäden sind sehr umfangreich.