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Postsektor

Ziel der Politik der Europäischen Union im Postsektor ist die Vollendung des Binnenmarktes für Postdienstleistungen. Weiterhin soll gewährleistet werden, dass effiziente, zuverlässige und hochwertige Postdienstleistungen in der gesamten EU für alle Bürger verfügbar sind. Die Bedeutung der Postdienstleistungen für den materiellen Wohlstand, das soziale Wohlergehen und den Zusammenhalt in der EU macht den Postsektor zu einem Schwerpunktbereich der gemeinschaftlichen Aktivitäten.

Die erste Postrichtlinie (Richtlinie 97/67/EC) von 1997 führte allgemeine Regeln zur Entwicklung des internen Marktes der Postdienstleistungen und zur Verbesserung der Qualität ein. Teil dieser Richtlinie war die Definition von minimalen Charakteristika der Universaldienste, die durch jeden Mitgliedsstaat garantiert werden sollten. Die zweite Postrichtlinie (Richtlinie 2002/39/EC), welche die ursprüngliche Richtlinie verbesserte, hat weitere Schritte für die schrittweise, kontrollierte Marktöffnung definiert und die Dienste weiter begrenzt, die reserviert werden können. Die dritte Postrichtlinie (Richtlinie 2008/6/EC) von 2008 verlangte schlussendlich von den Mitgliedsstaaten alle reservierbaren Bereiche bis 2010 abzuschaffen, mit der Möglichkeit für einige Mitgliedsstaaten, die vollständige Marktöffnung maximal zwei weitere Jahre zu verschieben.