• Deutsch
  • English
  • Nederlands

Kollektive Marktbeherrschung

Im Allgemeinen tritt kollektive Marktbeherrschung in Märkten auf, in denen eine geringe Anzahl großer Unternehmen die Möglichkeit hat, ihr Marktverhalten zu koordinieren und dadurch Preise oberhalb der Wettbewerbsschwelle festzusetzen. Dabei muss die Absprache nicht explizit erfolgen.

Die Urteile des Gerichts der Europäischen Union in den Fällen Gencor/Lonrho und Airtours/First Choice sind hierbei richtungsweisend. Das Gericht vertrat die Auffassung, dass kollektive Marktbeherrschung dann auftritt, wenn die Marktstruktur derartig ist, dass ein paralleles wettbewerbsfeindliches Verhalten sich als sinnvollere Strategie darstellt, als miteinander zu konkurrieren.

Die folgenden Marktfaktoren sind der Einstieg in die Prüfung:

  • Hoher Konzentrationsgrad,
  • Homogenität des Produktes,
  • Stabile und symmetrische Marktanteile,
  • Stagnierende Nachfrage,
  • Unelastische Nachfrage,
  • Einheitliche Kostenstrukturen,
  • Geringe technologische Veränderungen und 
  • Hohe Eintrittsbarrieren.

EE&MC hat in zahlreichen Märkten, die diese Kriterien aufweisen, Wettbewerb empirisch belegt.