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Preussag AG / Thomson Travel

Im Fall der Übernahme der britischen Thomson Travel durch die Preussag AG (Später TUI) im Jahre 2000 prüfte die Kommission u.a. die britischen und irischen Märkte für Auslandspauschalreisen.

In dieses Verfahren brachte EE&MC neue Aspekte zur Abgrenzung der relevanten Märkte ein und führte neben zahlreichen Marktanalysen auch eine Untersuchung hinsichtlich der Einkaufsmacht bzw. des Nachfrageverhaltens der Gruppe Preussag/Thomson Travel in unterschiedlichen europäischen Zieldestinationen durch.

Die Bedenken der Kommission in diesem Fall konnten bereits in Phase 1 ausgeräumt werden. Brisant war die Untersuchung der Kommission u.a., weil die Kommission im Jahre 1999 die geplante Übernahme des britischen Unternehmens First Choice durch den britischen Reiseveranstalter Airtours verboten hatte. Begründung für diese Untersagung war das Vorliegen kollektiver Marktbeherrschung unter den drei großen britischen Reiseveranstaltern (das fusionierte Unternehmen Airtours/First Choice, Thomson Travel und Thomas Cook) gewesen. Im Gegensatz zu dieser verbotenen Transaktion ist die von EE&MC begleitete Transaktion in Phase I genehmigt worden.